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823 :

Colmar geht in die Geschichte ein.

>> Die Domäne des Columbarium (vergl. Historische Fixpunkte)

833 :

Auf dem sogenannten "Lügenfeld" nahe Colmar wird Kaiser Ludwig der Fromme von seinen Söhnen Ludwig, Lothar und Pippin abgesetzt, weil der Vater dem Sohn Pippin Aquitanien weggenommen hat. Sie werden von Papst Gregor IV. unterstützt, der sich im Juli 833 in der Colmarer Domäne aufhält.

883 :

Im Januar hält Kaiser Karl III., genannt der Dicke, wie auch im Februar des folgenden Jahres, seinen Hoftag in Colmar ab. Sämtliche Würdenträger des Reiches sind geladen, Vertreter von Regionen, die sich von der Mosel bis zur Elbe ausdehnen und im Süden bis nach Mittelitalien reichen. 

Kreuzigung, Missale der Abtei von Murbach, um 1200, Colmar, Stadtbibliothek.

Um 965 :

Ein Teil der alten karolingischen königlichen Domäne, der Oberhof, fällt dem Kluniazenserkloster von Payern (Schweiz, Kanton Waadt) zu. Ein zweites Gebiet, der sogenannte Niederhof, geht in den Besitz des Bischofs von Konstanz, Konrad, über, der es dem Domkapitel seiner Stadt schenkt.

Um 1000 :

1972 durchgeführte Ausgrabungen in der Martinskirche haben den Beweis enthüllt, dass Colmar bereits im Jahr 1000 eine Kirche besaß. Sie bestand aus einer quadratischen Apsis, einem Querschiff (19 x 8 Meter ) und einem 15 Meter langen Hauptschiff, das von zwei Seitenschiffen flankiert war.

1002 :

Bruno, Sohn Hugos IV. von Egisheim, wird in dem gleichnamigen Ort nahe Colmar geboren. Unter dem Namen Leo IX. geht er als einziger elsässischer Papst in die Geschichte ein. Wenige Jahre nach seinem Tod wird er heilig gesprochen.

1106 :

Das alte Columbarium wird durch einen Brand zerstört.

1153 :

Am 30. Januar macht Friedrich Barbarossa in Colmar Station. Es folgen weitere Aufenthalte des Kaisers in der Stadt  in den Jahren 1156, 1179 und 1186.

1212 :

König Philipp von Schwaben hält sich in Colmar auf.

1226 :

In den Urkunden wird Colmar als Stadt bezeichnet. Wenige Jahre zuvor hat Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen den Ort zur Reichsstadt erhoben.

1234 :

Auf den Fundamenten eines älteren Gebäudes wird mit dem Bau der Martinskirche begonnen. 1365 ist die Stiftskirche fertiggestellt.

1235 :

Friedrich II. stattet der Stadt einen beeindruckenden Besuch ab. Er wird "begleitet von zahlreichen Kamelen", wie der Chronist der Colmarer Dominikaner bewundernd schreibt.

1262 :

Schultheiß Johann Roesselmann, der seine Stadt schon im vorhergehenden Jahr von der Fremdherrschaft des Bischofs von Straßburg befreit hat, schlägt einen neuen Angriff des Bischofs zurück. Er zahlt dafür mit dem Leben.

1278 :

Unter König Rudolf von Habsburg wird der Stadt eine Ratsverfassung zugesprochen.

Der hl. Franziskus und der hl. Dominikus, Laienbrevier, 15. Jh.,
Colmar, Bibliothek des protestantischen Kirchenvorstandes.

>> Der Colmarer Freiheitsbrief

 

Dominikanerinnenkloster von Unterlinden, Henri Lebert, 1838,
Musée d´Unterlinden.

1293 :

Der Aufstand der Colmarer gegen König Adolf von Nassau wird niedergeschlagen.

1295 :

Das erste Rathaus in Colmar wird errichtet.

1337 :

Der Hafen von Colmar, der Ladhof, wird erstmals urkundlich erwähnt.

Der erste Hafen von Colmar lag an der Stelle, wo die Ill schiffbar wurde, nämlich 2 Kilometer nördlich der Stadt am Zusammenfluss von Thur und Lauch. 1337 taucht sein Name erstmals in den Urkunden auf: der Ladhof, der Ort, an dem Dinge ver- und entladen werden. Bis zum 18. Jahrhundert wurde der Hafen benutzt. Hier wurden die Güter verladen, die nach Straßburg und später in die rheinischen Länder bis nach Amsterdam transportiert wurden. Zweimal jährlich fuhren die Colmarer Händler rheinabwärts zur großen Frankfurter Messe. Auf dem Hinweg führten sie Wein, Essig und Branntwein mit sich; auf dem Rückweg waren ihre Schiffe mit Eisen sowie mit Salz- und Räucherfisch beladen, die die Colmarer in großen Mengen verzehrten.

Um 1340 :

Katharina von Gueberschwihr verfasst einen Bericht über das Leben der Schwestern im Dominikanerinnenkloster von Unterlinden.

1354 :

Colmar beteiligt sich mit neun anderen elsässischen Städten an der Gründung des Zehnstädtebundes.

>> Colmar, Mitglied des Zehnstädtebundes

1360 :

Die Ratsverfassung von 1360 regelt die Zusammensetzung des Rates, in dem Bürger und Zunftmeister sitzen.

1376 :

Colmar erhält das Recht, Münzen zu schlagen.

1389 :

Der Hochmeister des Dominikanerordens, Robert von Capua, beschließt, dass die Reform des Ordens von Colmar ausgehen soll. Sie soll in der dominikanischen Provinz Deutschland für größeren Gehorsam sorgen und eine geistige Erneuerung im Sinne der Urgemeinden einleiten.

1403 :

Colmar tritt dem Rappenmünzbund bei.
  

1418 :

In Colmar grassiert die Beulenpest.

1473 :

Martin Schongauer malt die Madonna im Rosenhag für die Martinskirche.

1480 :

Das Koifhus, Zentrum der städtischen Macht, ist fertiggestellt. Es vereint Warenlager für die Colmarer Händler, die städtische Zollhalle und die Sitzungsräume für die Abgeordneten des Zehnstädtebundes unter einem Dach.

Colmarer Trutzthaler, 1666

Maria im Rosenhag, Gemälde von Martin Schongauer, 1473,
Colmar, Dominkanerkirche.
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